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weitere Texte -- Index > Die Zehn Ochsenbilder > VIII. Ochs und Hirte sind vergessen druckerfreundliche Ansicht

VIII. Ochs und Hirte sind vergessen

Peitsche und Leitseil,
Ochs und Hirte
gehören gleichermaßen
der Leere an.
Der blaue Himmel
ist so allumfassend weit,
daß alles Mitteilen in ihm beinah endet.
Über loderndem Feuer
kann keine Schneeflocke bestehen.
Ist diese Geistesverfassung erreicht,
begegnet er endlich
dem Geist der Patriarchen alter Zeiten.

Bild 9
Aller Verblendung ist er ledig, und auch alle Vorstellungen von Heiligkeit sind verschwunden. Nicht länger mehr braucht er "In-Buddha" zu verweilen, und schnell geht er durch "Nicht-Buddha" hindurch weiter. Auch die tausend Augen können an ihm, der an keinem von beiden mehr haftet, nichts bemerken*. Wollten Hunderte von Vögeln ihm nun Blumen streuen, er würde sich seiner selbst schämen.
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* Dies ist die Armut, von der Meister Eckhart sagte: "Soll der Mensch wahrhaft Armut haben, so muß er seines geschaffenen Willens so ledig sein, wie er´s war, als er (noch) nicht war. Denn ich sage euch bei der ewigen Wahrheit: Solange ihr den Willen habt, den Willen Gottes zu erfüllen, und Verlangen habt nach der Ewigkeit und nach Gott, solang seid ihr nicht richtig arm. Denn nur das ist ein armer Mensch, der nichts will und nichts begehrt," Deutsche Predigten und Traktate, S. 304
Literaturtipps

Zen, wie das Mondlicht und das fließende Wasser


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