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weitere Texte -- Index > Die Zehn Ochsenbilder > I. Suche nach dem Ochsen druckerfreundliche Ansicht

I. Suche nach dem Ochsen

Trostlos in endloser Weite
bahnt er sich auf und ab den Weg
in wuchendem Gras
und sucht seinen Ochsen.
Weites Wasser, ferne Berge,
und der Weg zieht sich endlos dahin.
Völlig erschöpft ist der Körper,
verzweifelt ermattet das Herz;
wo nur soll er suchen?
Im Abendnebel hört er einzig
Zikaden im Ahorn zirpen.


Bild 1

Der Ochse ist in Wirklichkeit nie verlorengegangen; warum also ihn suchen? Da der Mensch sich aber von seinem wahren Wesen abgewandt hat, ist der Ochse ihm fremd geworden; er hat ihn im Staub aus den Augen verloren. Weit ist der Mensch von seiner Heimat abgeirrt und sieht sich nun einem Wirrsal von Wegen gegenüber. Gier nach Gewinn und Furcht vor Verlust schießen wie sengende Flammen empor; Vorstellungen von Recht und Unrecht stehen gleich Dornen auf.
Literaturtipps

Die Zen- Lehre des heimatlosen Kodo


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