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weitere Texte -- Index > Die Zehn Ochsenbilder > Vorwort druckerfreundliche Ansicht

Vorwort

Die Zehn Ochsenbilder Zur Zeit der Sung-Dynastie versinnbildlichte ein Zen-Lehrer namens Seikyo die Stufen der spirituellen Entwicklung anhand eines Ochsen, der von Stufe zu Stufe weißer wurde, bis er endlich ganz verschwand. Diese Bilder (6 an der Zahl) sind leider verloren gegangen.

Es gab dann später ein anderes System mit 8 Bildern, deren letztes einen leeren Kreis zeigte (Symbol der Auslöschung aller dualistischer Vorstellungen).

Die Zehn Ochsenbilder und die dazugehörigen Kommentare, wie wir sie heute kennen, werden Kuo-an Shih-yüan (Kakuan Shien), einem chinesischen Zenmeister des 12. Jahrhunderts, zugeschrieben. (deutsche Übersetzung aus "Ohne Worte, ohne Schweigen" von Paul Reps und Nyogen Senzaki)

Das Rind (oder der Ochse) wurde von den Indern schon in der Frühzeit ihrer Geschichte verehrt. Diverse Anspielungen findet man in vielen buddhistischen Schriften der Frühzeit, auch in den Lehrreden Buddhas: Der Ochsen(karren) als das Fahrzeug* des Bodhysattva, mit dem er direkt zur vollkommenen Erleuchtung gelangt.

*(Saddharmapundarika-Sutra, Kapitel III ... Parabel von den drei Karren)

Auch in der späteren Zen-Literatur wird sehr häufig vom "weißen Ochsen auf dem offenen Marktplatz" oder ganz allgemein vom Ochsen geschrieben.

Aber nicht nur die buddhistische oder Zen-Literatur hat Stufen spiritueller Entwicklung beschrieben, auch in der chistlichen und islamischen Mystik sind diese weit verbreitet. Was alles diesen spirituellen Entwicklungsstufen gemeinsam ist: Durch das "Gehen" des spirituellen Erleuchtungsweges soll jedem Sucher mehr und mehr offenbar werden, daß keine Trennung zwischen "Innen" und "Außen" (Dualität) existiert...
Literaturtipps

Ein Blick ins Nichts


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