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FUKANZAZENGI

FUKANZAZENGI
Godo:

TA ZURUNI SORE

alle:

DOMO TO ENZU IKA DE KA SHU SHO O KARAN, SHUJO JI ZAI NAN ZOKU FU O TSU I YASAN. I WAN YAZEN TAI HARUKA NI JIN NAI O IZU, TARE KA HOSSHI KI NO SHU DAN O SHIN ZEN, O JO SOTO JO O HANARE ZU, A NI SHU GYO NO KYAKU TO O MOCHI URU MONO NA RANYA SHI KARE DOMO GO RI MOZA AREBA, TEN CHI HARUKA NI HEDATARI, I JUN WA ZU KA NI O KORE BA FUN ZEN TOSHI TE SHIN O SHISSU. TATO IE NI HOKORI GO NI YUTAKA NI SHITE BETCHI NO CHI TSU O E, DO O E, SHIN O AKIRA METE SHOTEN NO SHI I KI O KOSHI, NITTO NO HENRYO NI SHOYO SUTO IE DOMO, HO TON DO SHUSSHIN NO KARRO O KI KESSU. T I WAN YAKA NO GION NO SHO CHI TARU, TANZA ROKUNEN NO SHO ZE KIMITSU BESHI, SHORIN NO SHIN IN O TSU TARU, MENPE KIKU ZAI NO ZEI MEI NA O KI KOYU, KOSHO ZU DE NISHI KARI, KONJIN NAN ZO BEN ZE ZARU. YUE NISU BE KARAKU KOTO O TATSUNE GO O O U NO GE GYO O KYU SU DESHIN. SUBE KARAKU EKO HENSHO NO TAI HO O GAKU SU DESHI. SHINJIN JINEN NIDA RAKU SHITE HONRAI NO MEN MOKU GENZEN SEN. IN MONO JI O ENTO HOSSE BAKYUNI IN MONO JI O TSU TOME YOSO RE SANZEN WA JO SHITSU YORO SHIKU ON JIKI SETSU ARI. SHO E NO HO SHA SHI, BAN JI O KYU SOKU SHITE ZEN NAKU O O MO WATSU ZE HI O KAN SURU KOTO NAKARE. SHI EN I SHIKI NO UNTEN O YAME, NEN SOKAN NO SHIKI RYO O YAME TE SA BUTTO HAKARU KOTO NAKARE, A NI ZA GA NIKA KA WARAN YA. YO NO NE ZA SHO NIWA A TSUKU ZA MOTTO SHIKI, U E NI FUTON O MOCHI U, ARU IWA KEKKA FUZA, ARU IWA HANKA FUZA, IWA KU KEKKA FUZA WA MAZU MI GI NO ASHI O MOTTE HIDARI NO MO MONO UE NI ANJI, HIDARI NO ASHI O MI GI NO MO MONO UE NI ANZU. HANKA FUZAWA TADA HIDARI NO ASHI O MOTTE MI GI NO MO MONO O SUNARI, YURUKU E TAI O KAKETE ZEI ZEI NARASHI MU BESHI. TSU GI NI MI GI NO TE O HIDARI NO ASHI NO UE NI ANJI, HIDARI NO TANA GO KORO O MI GI NO TANA GO KORO NO UE NI ANJI, RYO NO DAI BOSHI MUKAI TE AI ZA SO U, SUNA WACHI SHO SHIN TANZA SHITE, HIDARI NI SOBA DACHI MI GI NI KATA MUKI, MAE NIKU GUMARI SHIRI E NI A O GU KOTO O EZARE, MI MITO KATA TO TAI SHI HANATO HOZO TO TAISE SHI MEN KOTO O YO SU. SHITA, UE NO I GI TO NI KAKETE SHIN SHI AI TSUKE, ME WA SUBE KARAKU TSUNE NI HIRA KU BESHI, BI SOKU KASU KANI TSUJI SHIN SO SU DENI TO TO NO E TE KANKI ISSO KUSHI, SA YU YO SHIN SHITE GOTSU GOTSU TO SHITE ZA JOSHITE KO NO FU SHIRYO TEI O SHIRYO SEYO. FU SHIRYO TEI I KAN GASHIRYO ZEN, HISHIRYO, KORE SUNA WACHI ZAZEN NO YO JUTSU NARI. IWA YURU ZAZEN WASHU ZEN NIWA ARAZU TADA KORE AN RAKU NO HOMON NARI. BODAI O GU JIN SURU NO SHU SHO NARI, KO AN GENJO, RA RO I MADA I TARAZU, MOSHI KO NO I O E BA RYO NO MIZU O URU GA GOTOKU TORA NO YAMA NI YO RU NI NI TARI, MASANI SHIRU BESHI SHOBO O NO ZU KARA GENZENSHI, KON SAN MAZU BOKU RAKU SURU KOTO O, MOSHI ZA YORITA TABA YO YO TO SHITE MI O U GOKASHI, AN SHOTO SHITE TATSU BESHI. SO TSU BO NARU BEKA ARAZU, KATTE MI RUCHO BON OSHO, ZA DATSU RYUBO MOKO NICHI KARA NI ICHI NIN SURU KOTO O. I WANYA MATA SHIKAN SHIN TSUI O NENSURU NO TENKI, HOKKEN BO KATTO KO SURU NO SHOKA IMO, I MADA KORE SHIRYO FUNBETSU NO YO KUGE SURU TOKORO NI ARAZU, A NI JINZU SHU SHO NO YOKU SHIN RU TOKORO TOSENYA. SHO SHIKI NO HOKA NO I I GI TARU BESHI, NAN ZO CHIKEN NO SA KI NO KISO KUNI ARAZARU MONO NARANYA. SHIKARA BASU NA WACHI JO CHIKA GU O RON ZE ZU, RI JIN DONSHA O E RA BU KOTO NAKARE. SEN ITSU NIKU FUSE BA MASA NI KORE DEN DO NARI. SHU SHO O NO ZU KARE ZEN NA SE ZU, SHU KO SARA NI KORE BYOJO NARU MONO NARI. O YO SO SORE JIKAI TAHO, SAI TEN TO CHI, HITO SHIKU BUJIN O JI SHIMO BARA SHU FU O HOSHI IMA MANISU, TADA TAZA OTSU TOME TE GOTCHI NI SA E RARU, MAN BETSU SEN SHA TO I U TO IE DOMO, SHIKAN NI SANZEN BENDO SUBE SHI, NAN ZO JIKE NO ZA JO O BO KYAKU SHITE MI DARINI TAKO KU NO JIN KYO NI KYO RAI SEN. MOSHI IPPO O A YAMARE BATO MEN NI SHAKASU. SU DE NI NINSHIN NO KIYO O E TARI MONA SHIKU KO IN O WATARU KOTO NAKARE, BUTSU DONO YOKI O HONINSU. TARE KANI DARINI SEKKA O TA NO SHI MAN, SHIKAMO NI NARAZU, BYO SHITTA SORO NO GOTOKU UNMAI WA GENKO NI NITARI. SHUKU KOTSU TOSHITE SUNAWACHI KUJI SHUYU NI SUNAWACHI SHISSU. KO I NEGAWAKUWA SORE SANGAKU NO KORU, HISA SHIKU MOZONI NARA TESHIN RYU O AYASHI MU KOTO NAKARE, JIKI SHI TAN TEKI NO DO NI SHO JINSHI, ZETSU GAKU MU I NO HITO O SON KISHI, BUTSU BUTSU NO BODAI NI GA TOSHI SO SONO ZANMAI O TEKI SHI ZE YO. HISA SHIKU IN MO NARU KOTO O NA SABA SUBE KARAKU KORE IN MO NARU BESHI, HOZO O NO ZU KARA HIRA KETE JUYO NYOI NARAN.


Übersetzung nach Taisen Deshimaru

Der WEG [1] ist in seinem Wesen vollkommen. Er durchdringt alles. Wie könnte er also von Übung und Verwirklichung abhängen? Das Fahrzeug des DHARMA [2] ist frei und losgelöst von allen Fesseln. Wozu also ist das konzentrierte Bemühen des Menschen notwendig? Wahrlich, das GANZE [3] ist weit jenseits des Staubes der Welt [4]. Wer könnteda glauben, es gäbe Mittel, es vom Staub zu befreien? Er ist nie von irgend jemand unterschieden, niemals anderswo, sondern immer genau da, wo man gerade ist. Wozu also hier- oder dorthin gehen, um zu üben? Und dennoch, wenn da ein Graben [5] ist, und sei er noch so schmal, bleibt der WEG so fern wie der Himmel von der Erde. Wenn auch nur die kleinste Vorliebe oder Abneigung aufkommt, verliert sich der Geist in der Verwirrung . Mag jemand glauben zu verstehen und sich täuschen über seine Erweckung, die Weisheit zwar erahnend, die alle Dinge durchdringt, mag er sich auf den WEG begeben und die Seele geläutert haben, mag er so den Wunsch in sich tragen, den Himmel zu erklimmen: er hat in begrenzter Weise begonnen, die Randzonen zu erforschen, doch er ist noch lange nicht auf dem ursprünglichen WEG der vollkommenen Befreiung.
Muß ich vom Buddha sprechen, der die Erkenntnis von Geburt an besaß? Man spürt noch heute den Einfluß der sechs Jahre, während er im Lotussitz saß, völlig unbeweglich. Und die Weitergabe des Siegels bis in die heutige Zeit hat die Erinnerung an Bodhidharma bewahrt,der neun Jahre vor einer Wand in Versenkung saß. So war es also schon mit den Heiligen von einst, wie könnten sich da die Menschen von heute der Aufgabe entziehen, den WEG zu bewältigen?
Daher müßt ihr diejenige Form der Übung aufgeben, die nur auf gedankliches Verständnis zielt, die den Worten nachläuft und bei der ihr an den Buchstaben klebt. Ihr müßt die Umkehr lernen,die euer Licht nach innen richtet, um so eurer wahres Wesen zu erleuchten. Körper und Seele werden so von selbst verschwinden, und euer ursprüngliches Gesicht wird sich zeigen.
Für Zazen ist ein stiller Raum geeignet. Eßt und trinkt in Maßen. Verwerft alle Verpflichtung, und gebt alle Dinge auf. Denkt nicht: “Das ist gut, das ist schlecht”. Seit nicht parteiisch, nicht für noch gegen. Haltet alle Bewegungen des bewußten Geistes an. Urteilt nicht mit Meinungen und Erwägungen. Beabsichtigt in keiner Weise, Buddha zu werden.(...)
Das Zazen, von dem ich spreche, ist nicht die gängige Lehre von der Meditation, es ist nichts weiter als das DHARMA von Frieden und Glück,die Übung/Verwirklichung vollkommener Erweckung. Zazen ist eine Offenbarung der letzten Wirklichkeit. Schlingen und Netze können sie nie einfangen. Wenn ihr das einmal im Herzen begriffen habt, werdet ihr sein wie der Drache, wenn er das Wasser erreicht, und wie ein Tiger, wenn er die Berge durchstreift. Denn man muß wissen, das genau in dem Augenblick (wenn man Zazen übt), sich das wahre DHARMA offenbart, und daß man von Anfang an die körperliche und geistige Erschöpfung [6] und die Zerstreuung [7] verjagt. (...)
Ferner, die Öffnung des Wesens zur Erweckung durch einen Finger [8],eine Fahne, eine Nadel, einen Holzhammer, die vollkommene Verwirklichung durch einen Fliegenwedel, eine Faust, eine Stock, einen Schrei, dies alles kann durch das dualistische Denken des Menschen nicht vollständig erreicht werden. In der Tat kann es auch durch Ausübung übernatürlicher Kräfte nicht noch besser erkannt werden. Das ist jenseits dessen, was der Mensch hört und sieht - und ist das nicht ein Prinzip, das vor allem Wissen und jeder Wahrnehmung liegt?
Wenn dem so ist, so besagt es wenig, ob man intelligent ist oder nicht. Es gibt keinen Unterschied zwischen dumm und klug. Die Bemühungen, ganz und gar konzentriert zu sein, bedeutet in sich schon, den WEG zu bewältigen. Die Übung/Verwirklichung ist ihrem Wesen nach rein. Fortschreiten ist eine Sache des Alltages.
Insgesamt wird das Buddhasiegel in dieser und in anderen Gegenden, in Indien wie in China respektiert. Als Besonderheit dieser Schule ist maßgebend: ganz einfach Hingabe an die Versenkung im Sitzen, unbeweglich und mit ganzem Einsatz SITZEN. Wenn man auch davon redet, daß es so viele Seelen wie Menschen gibt, so bewältigen doch alle den WEG auf gleiche Weise, durch die Übung von Zazen. Warum den Sessel aufgeben, der zu Hause für euch reserviert ist, um auf dem staubigen Boden fremder Gegenden umherzuirren? Ein einziger Schritt, und ihr weicht von dem Pfade ab, der ganz gerade vor euch liegt. Ihr habt die einzigartige Gelegenheit, menschliche Gestalt anzunehmen.
Vertut nicht eure Zeit. Ihr tragt euren Teil der Essenz des BUDDHAWEGES in euch. Wer würde sich da noch an Funken aus einem Kiesel erfreuen? Form und Substanz sind wie der Tau auf dem Blatt; das Schicksal wie ein Blitz - verschwunden im Nu.


[1] Der WEG (bodhi): Erwachen, Erleuchtung,Wirklichkeit.

[2] dharma: im sanskrit (altindische, bis heute lebendiggebliebene Sprache für Literatur und Wissenschaft) die Gesamtheit aller Entwicklungsprozesse, die das kosmische Leben lenken. Die entdeckten und noch zu entdeckenden Gesetze des Universums. Bedeutet bald die Lehre des Buddha, bald alle Existenzen, oder auch alle Wahrheiten, die kosmische Wahrheit.

[3] das GANZE (zentei): Die Gesamtheit derDinge, so wie sie sind (tathata); die Buddhanatur. Synonym zum WEG und Fahrzeugdes DHARMA.

[4] Der Staub der Welt: Anspielung auf die Verse des Hui-Neg (6. Patriarch), dem der 5. Patriarch, Hung Jen (Konin),das dharma übergab. Shen-Hsiu, der erste Schüler von Hung-Jen und in den Augen der anderen Mönche sein legitimer Nachfolger, hatte geschrieben:

Dieser Körper ist der Bodhi-Baum,
die Seele wie ein glänzender Spiegel,
sieh zu, ihn immer sauber zu halten,
und laß kein Staubkorn sich darauflegen.

Hui-Neng, einige Monate zuvor nur in die Gemeinschaft aufgenommen um Reis zu stoßen und Holz zu hacken, wagte zu antworten:

Der Bodhi ist kein Baum,
der glänzende Spiegel leuchtet nirgends,
wie seit dem ersten Augenblick gibt es nichts,
wohin könnte der Staub sich legen?

[5] Entlehnt aus dem shinjinmei.

[6] konchin: Zustand der Betäubung, Schläfrigkeit des Bewußtseins, der sich in geistiger und körperlicher Müdigkeit äußert.

[7] sanran: Zerstreuung, Umherirren, Mangel an physischer und geistiger Konzentration.

[8] Es folgt eineReihe von Anspielungen auf Begebenheiten in der Geschichte der Weitergabe des Zen, die sich teils in alten Chroniken, teils in alten Koan-Sammlungen (z.B. "mumonkan") wiederfinden.

Literaturtipps

Du wirst sterben. Der Zen-Krieger 2


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